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Bayern holt neue EU-Mittel für Start-Ups und Mittelständler

LfA und EIF wollen über eine halbe Milliarde Euro an Investitionen mobilisieren

Die LfA Förderbank Bayern und der Europäische Investitionsfonds (EIF) bauen ihre Zusammenarbeit für mehr Wachstum in Bayerns Wirtschaft auf zwei Gebieten aus:

  • Zur Aktivierung von mehr Wagniskapital für Start-Ups gibt die LfA nun insgesamt 75 Mio. Euro in einen Dachfonds des EIF. Der Dachfonds soll mit Hilfe von EU-Mitteln und privaten Fonds 375 Mio. Euro an Investitionen in bayerische High-Tech-Gründungen anstoßen.
  • Zur Öffnung des Fremdkapitalzugangs für Mittelständler baut die LfA weiter eine Ausfallgarantie des EIF in ihre Förderkredite ein; damit sollen 1.200 Betriebe neue Kredite in Höhe von 150 Mio. Euro für mehr Investitionen, Betriebsmittel und Ausbildungsmaßnahmen erhalten.
  • In Summe beider Initiativen wollen LfA und EIF 525 Mio. Euro an Investitionen mobilisieren.
  • Bei der Vertragsunterzeichnung zwischen der LfA Förderbank Bayern und dem Europäischem Investitionsfonds (EIF):<br />Ilse Aigner, Bayerische Wirtschaftsministerin und stellv. Ministerpräsidentin, Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender LfA Förderbank Bayern, Maria Leander, General Secretary Europäischer Investitionsfonds (EIF), Werner Hoyer, Präsident Europäische Investitionsbank (EIB) (v. l. n. r.)
    Bei der Vertragsunterzeichnung zwischen der LfA Förderbank Bayern und dem Europäischem Investitionsfonds (EIF):
    Ilse Aigner, Bayerische Wirtschaftsministerin und stellv. Ministerpräsidentin, Dr. Otto Beierl, Vorstandsvorsitzender LfA Förderbank Bayern, Maria Leander, General Secretary Europäischer Investitionsfonds (EIF), Werner Hoyer, Präsident Europäische Investitionsbank (EIB) (v. l. n. r.)

    „Mit dieser Doppelstrategie begegnen wir dem Mangel an Wagniskapital für junge High-Tech-Firmen genauso wie den Problemen kleinerer Mittelständler beim Kreditzugang. Im Bereich Wagniskapital für Start-Ups haben wir dem Dachfonds des EIF schon bisher Mittel zur Verfügung gestellt und dadurch Eigenkapital-Investitionen in fünffacher Höhe der eingesetzten Gelder aktiviert – damit fließen unsere Mittel mit einem Hebel von fünf nach Bayern zurück“, erklärt LfA-Vorstandschef Dr. Otto Beierl bei der Vertragsunterzeichnung in Anwesenheit von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Werner Hoyer, dem Präsidenten der Europäischen Investitionsbank.

    Neben dem Zugriff auf mehr Eigenkapital ist auch der offene Fremdkapitalzugang ein wichtiger Finanzierungsbaustein für den Mittelstand, so EIF Generalsekretärin Maria Leander: „Unsere Kreditausfallgarantie im Rahmen des COSME-Programms sorgt bei Mittelständlern ohne große Sicherheitenpolster für einen offenen Zugang zu frischem Geld. Ich freue mich deshalb sehr, die erste COSME-Vereinbarung in Deutschland sowie die Aufstockung der gemeinsame Eigenkapitalhilfe zu unterzeichnen. Die LfA ist ein langfristiger Partner des EIF und ich bin sicher, dass wir mit beiden neuen Vereinbarungen kleine und mittlere Unternehmen unterstützen und Wachstum sowie Innovation in Bayern fördern.“

    Über die LfA:
    Die 1951 gegründete LfA ist die staatliche Spezialbank zur Förderung des Mittelstands in Bayern. Die Förderkredite werden grundsätzlich bei den Hausbanken der Unternehmen beantragt und über diese ausgereicht.
    Informationen: Tel. 0800 / 21 24 24 0

    Über den EIF:
    Der Europäische Investitionsfonds (EIF) wurde 1994 zur Unterstützung kleinerer Unternehmen gegründet. Hauptanteilseigner ist die Europäische Investitionsbank (EIB), mit der er die sogenannte EIB-Gruppe bildet. Der EIF stellt Risikokapital zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zur Verfügung, insbesondere für Neugründungen und Technologie-Unternehmen. Er übernimmt auch Garantien gegenüber Finanzinstituten (wie Banken), indem er für KMU-Kredite bürgt. Der EIF vergibt keine Kredite und darf auch keine Beihilfen oder Zuschüsse an Unternehmen vergeben oder direkt in Unternehmen investieren. Er arbeitet vielmehr mit Banken und anderen Finanzintermediären zusammen und verwendet entweder seine eigenen oder die ihm von der EIB oder der Europäischen Union zur Verfügung gestellten Mittel. Der Tätigkeitsbereich des EIF erstreckt sich auf die EU-Länder, die Türkei und die drei EFTA-Länder (Island, Liechtenstein und Norwegen).

    Über die Garantie des EIF im COSME-Programm:
    Das Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen - COSME (2014-2020) führt die KMU-Förderung des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation 2007-2013 (CIP) fort. Das COSME-Programm läuft von 2014 bis 2020 und verfügt über einen Gesamthaushalt von rd. 2,3 Mrd. Euro. Die Finanzinstrumente von COSME - Garantiefazilität und Risikokapitalfazilität - erleichtern kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Darlehen und Beteiligungskapital. Mit den Garantien können bspw. Darlehen in Fällen besichert werden, in denen der Unternehmer nicht über ausreichende Sicherheiten verfügt oder die Bank kein Darlehen vergibt. Auch die LfA Förderbank Bayern nutzt das COSME-Programm. Die Haftungsfreistellungen „HaftungPlus“ in Universalkredit und Ausbilderkredit werden ermöglicht durch die Kreditgarantiefazilität des COSME-Programms der Europäischen Union (Verordnung (EU) Nr. 1287/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (COSME) (2014-2020).

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    Info EIF: www.eif.org, www.access2finance.eu
    Pressekontakt EIF: David Yormesor, tel : +352 42 66 88 346 , e-mail : d.yormesor@eif.org