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Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner

Kolumne

"Geld ist kein Selbstzweck"

Ilse Aigner, Bayerische Wirtschaftsministerin und Vorsitzende des LfA-Verwaltungsrates

Dreht sich denn wirklich alles nur ums Geld? Als Wirtschafts­ministerin würde ich das so formulieren: Ja, aber Geld ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Wachstum, für Innovationen und für neue Arbeitsplätze. Für unsere Unternehmen ist die Kapital­beschaffung existenziell: So liegt es auf der Hand, dass ein Betrieb bei seiner Gründung Kapital benötigt. Aber auch für ein Start-up, das wachsen, sowie eine Firma, die zukunftsfähig bleiben will, erhöht sich der Finanzbedarf. Deshalb ist es wichtig, das Finanzierungs­angebot für unsere Unternehmen ständig zu verbessern.

„Für unsere Unternehmen ist die Kapitalbeschaffung existenziell“

Eigenkapital­finanzierungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Gerade Gründern fehlen oft die notwendigen Sicherheiten für einen „klassischen“ Bankkredit. Ohne Beteiligungskapital bliebe manche Geschäftsidee unverwirklicht. Eine starke Eigenkapitalbasis bildet aber auch das finanzielle Fundament für Unternehmen, die sich dem Wettbewerb stellen. Und sie verbessert deren Kreditfähigkeit, sodass sie weiter in Innovationen investieren können.

Deshalb bieten wir mit der BayStartUP ein Finanzierungs­netzwerk an, das Gründer mit Business Angels zusammen­bringt. Und deshalb haben wir bei der LfA-Tochter Bayern Kapital den „Wachstumsfonds Bayern“ im Umfang von 100 Millionen Euro eingerichtet. Bis zu 250 Millionen Euro Wachstums­investitionen können wir damit für Start-ups in Bayern mobilisieren. Auch auf Bundesebene setze ich mich weiter dafür ein, die Rahmen­bedingungen für Kapitalgeber zu verbessern und das finanzielle Risiko eines Investors zu verringern. Geld ist nicht alles, aber es ist wichtig, dass die Ideen, die an vielen Orten in Bayern entstehen, umgesetzt werden können. Und es ist wichtig, dass unsere Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich sind. Dazu müssen wir sie finanziell in die Lage versetzen.