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Infrakredit Tiefengeothermie

Mit dem Infrakredit Tiefengeothermie fördert der Freistaat Bayern über die LfA die Finanzierung von Wärmenetzen, in die überwiegend Wärme aus Tiefengeothermieanlagen eingespeist wird. Hierbei ist sowohl die Neuerrichtung als auch die Erweiterung bereits bestehender Wärmenetze förderfähig.

 
Wer wird gefördert?

Gefördert werden gewerbliche Unternehmen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Eigenbetriebe sowie kommunale Zweckverbände in Bayern.
 

Was wird gefördert?

Förderfähig sind die Investitionskosten für die Errichtung oder Erweiterung eines Wärmenetzes (einschließlich Hauptanbindungsleitung, Hausübergabestationen und Hausanschlussleistungen abzüglich Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenbeiträge), sofern überwiegend Wärme aus Tiefengeothermieanlagen in das Wärmenetz eingespeist wird.
Die Förderung wird pro einzelnem Vorhaben vergeben.

Voraussetzungen für eine Förderung:

Das Vorhaben muss grundsätzlich auch im Rahmen des KfW-Programms „Erneuerbare Energien“ gefördert und für mindestens 7 Jahre zweckentsprechend genutzt werden.
Förderfähig sind Anlagen, die durchschnittlich über das gesamte Netz einen Wärmeabsatz zwischen 0,5 und 3,0 MWh Wärme pro Jahr und Meter Trasse aufweisen.
 

Förderart und Förderhöhe:

Der Zuwendungsempfänger kann zwischen einem Investitionszuschuss oder einem Zinszuschuss zur Verbilligung eines von der LfA auszureichenden Darlehens wählen.
Die Förderung beträgt im Wärmeabsatzbereich

  • 0,5 bis 1,5 MWh bis zu 60 EUR je Meter Trassenlänge
  • 1,5 bis 3,0 MWh bis zu 40 EUR je Meter Trassenlänge.

 
Der Förderhöchstbetrag pro Vorhaben beträgt:

  • für Neubauprojekte 500 TEUR
  • für Erweiterungsobjekte 200 TEUR.
     

Der Weg zur Förderung:

Die Antragstellung muss vor Vorhabensbeginn (Vorbeginnklausel) erfolgen. Es werden nur Vorhaben gefördert, die zum Zeitpunkt der Antragstellung (Eingang des Antrags bei der LfA bzw. der Hausbank) noch nicht begonnen worden sind. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrags für das Wärmenetz.

Anträge auf einen Investitionszuschuss (LfA-Formblatt 118) richten Sie direkt an die
LfA Förderbank Bayern
Team KI2
Königinstraße 17
80539 München


Bei Wahl des Zinszuschusses richten kommunale Antragsteller (Gebietskörperschaften, Eigenbetriebe, Unternehmen und Zweckverbände) ihre Darlehensanträge (LfA-Formblätter 117 und 118) direkt an die LfA Förderbank Bayern.

Gewerbliche Unternehmen reichen die Darlehensanträge (Formblätter 100 und 118) über die Hausbank bei der LfA ein.

Folgende Unterlagen sind den Anträgen auf einen Investitions- oder Zinszuschuss beizufügen:

  • Erklärung über den Stand des Baugenehmigungsverfahrens
  • Vorhabensbeschreibung
  • bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme
  • je ein Kosten-, Zeit- und Finanzierungsplan
  • aktuelle Wirtschaftlichkeitsabschätzung
  • Planzahlen zum erwarteten Betriebsgewinn
  • detaillierte Aufstellung des erwarteten Wärmeabsatzes
  • für kommunale und gewerbliche Unternehmen die Jahresabschüsse der beiden letzten Geschäftsjahre
  • Bestätigung der Durchfinanzierung des Vorhabens
  • aktueller Handelsregisterauszug
  • Zusage der KfW über eine Förderung im Rahmen des Programms „Erneuerbare Energien“

 
Wir bitten Anträge gegen Jahresende bis spätestens 01.12. einzureichen. Nur dann können wir sicher stellen, dass die Anträge noch im laufenden Kalenderjahr genehmigt und/oder ausgezahlt werden können.
 

Für Rückfragen steht Ihnen unser Team Infrastrukturfinanzierung gerne zur Verfügung:

Birgit Zeidler

Telefax 089 / 21 24 - 25 61