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Szene aus Computerspiel "Shift Happens"

Unternehmen

FAKTEN
Finanzierung:
 Computerspielförderung (FFF)
Gründungsjahr: 2013
Standort: München
Geschäftsfeld: Gameentwicklung
Mitarbeiter: 10
www.klonk-games.com

Fotos: PR
Text: Marlene Irausek

Die wollen nur spielen

Vom Uni-Projekt zur Computerspiel-Firma: Die rasante Erfolgsgeschichte von Klonk. Übrigens: Eine Bedeutung hat der Name Klonk nicht. Mittlerweile wurde aber schon so oft danach gefragt, dass sich das Team das Akronym „Kreative Leute ohne nennenswerte Kenntnisse“ ausgedacht hat.

Früher wurden in dem verwinkelten Gebäude Kartoffeln zu Knödeln und Püree verarbeitet, heute werden hier Ideen geboren und weiterentwickelt. Auf dem ehemaligen Pfanni-Fabrikgelände im Münchner Osten befindet sich zwischen Nachtlokalen und Eventhallen das Werk1, ein Gemeinschaftsbüro für junge Unternehmen. Dort arbeitet auch das kleine Spielestudio Klonk an seinen Projekten. Das Konzept für ihr Spiel „Shift Happens“ entwarf die Truppe rund um die drei Gesellschafter Oliver Machek, Robin Kocaurek und Michael Schilbach bereits während des gemeinsamen Gamedesign-Studiums.

  • Klonk Gamestudio Avatar Oli

    Oliver Machek

    ist der ruhende Pol von Klonk. Als Geschäftsführer und Lead Gamedesigner hält er die Firma zusammen
  • Klonk Gamestudio Avatar Mic

    Michael Schilbach

    ist der Programmierer und kümmert sich um die Technik und den Firmenserver
  • Klonk Gamestudio Avatar Rob

    Robin Kocaurek

    ist Art Director und zuständig für die Marketing- und Pressearbeit.

Allerdings tüftelten die Freunde da noch an der Umsetzung von „Mercury Shift“, dem ersten Spiel, das unter dem Namen Klonk veröffentlicht wurde. 2013 wurden sie damit für den Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie „Bestes Nachwuchsspiel“ nominiert. „Nach der Uni gab es dann zwei Optionen. Entweder das Team auflösen oder das Projekt, das wir an der Uni nebenbei weiterentwickelt haben, vollenden“, erzählt Kocaurek. Sie entschieden sich für Letzteres und gründeten im Oktober 2013 die Klonk UG.

Seitdem ist das zehnköpfige Kollektiv fast unverändert und arbeitet an dem Nachfolger zu „Mercury Shift“ und an Auftragsarbeiten für Kunden wie Airbus oder den Zementofen-Hersteller FLSmidth. Obwohl der ursprüngliche Gedanke hinter der Firmengründung die Spieleentwicklung ist, waren Kundenaufträge von Anfang an eingeplant, um die Firma aufzubauen. „Auch der FilmFernsehFonds Bayern (FFF) hat uns den Start deutlich erleichtert. Wenn wir die Förderung von anfangs 70.000 Euro nicht bekommen hätten, würde es Klonk in dieser Form nicht geben.“

Die LfA übernimmt die finanzielle Abwicklung des Zuschusses, der in Chargen an das Unternehmen ausgezahlt wird. Die Förderung bekam Klonk für den Prototyp des Spieles „Mercury Shift 3D“, das ein Jahr später in das wunderbare Wortspiel „Shift Happens“ umbenannt wurde. Der Titel trifft ziemlich genau, was das Spiel verkörpert. Die Kernmechanik des Jump-and- Run-Spiels für zwei ist der sogenannte Shift, mit dem die Spieler die Körpermasse zwischen den Charakteren Bismo und Plom tauschen können.

Drei Jahre kontinuierliche Weiterentwicklung und intensives Testen haben sich gelohnt, denn das Spiel wurde dieses Jahr beim Deutschen Computerspielpreis für „Bestes Gamedesign“ und „Bestes Kinderspiel” ausgezeichnet. Außerdem konnte das Spiel die Jury des Kindermedien-Festivals überzeugen und den Preis „Goldener Spatz“ gewinnen. Derzeit ist „Shift Happens“ auf der Spieleplattform Steam als Early-Access-Version verfügbar und soll bald auch für Xbox One und PlayStation 4 erhältlich sein.


Szene aus Computerspiel "Shift Happens"

Szene aus "Shift Happens":

Durch einen Laborunfall verbunden, bahnen sich Bismo und Plom ihren Weg durch die verschiedenen Levels